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Mit ernster Miene schreitet der Fahrer im hochgeschlossenen Overall zum bereitstehenden Rennauto. Bevor der Start erfolgt werden noch einmal Sitz, Sturzhelm und Handschuhe überprüft. Dann senkt sich die karierte Flagge und mit Vollgas geht es zur ersten Schikane. Nein, es ist nicht etwa "Schumi", der hier in Imola oder Monza seine Runden dreht, sondern
ein neunjähriges Mitglied des AMC-Jugendkartteams.
1994 war es, als sich
unser Club dazu entschloss eine Jugendkartabteilung zu gründen. Treibende Kraft war Jürgen Goebel, der Anfang der Siebziger Jahre selbst aktiver Kartrennsportler war. Aus den bescheidenen Anfängen hat sich in der Zwischenzeit ein kleiner Rennstall mit
drei Karts, drei Betreuern und etwa fünfzehn aktiven Kindern und Jugendlichen entwickelt.
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Natürlich profitierte auch der AMC MN vom Michael-Schumacher-Effekt, denn die Kids interessieren sich mehr denn je für den Motorsport und
natürlich speziell für das Kartfahren. Doch die Hinführung zum Rennsport ist nicht das primäre
Ziel: im Umgang mit dem Kart sollen die jungen Fahrer vor allem lernen, wie sich ein Fahrzeug beim Beschleunigen und Bremsen verhält. Wer weiß, wie man mit Gas und Bremse umgeht, kann sich später als Autofahrer besser auf den Verkehr konzentrieren.
Herzstück der Aktivitäten ist der ADAC-Jugendkartslalom. Hier liegt der Schwerpunkt neben der Geschwindigkeit vor allem auf dem fahrerischen Geschick. Ziel ist es, ohne Fehler durch die aufgestellten Slalomtore zu kurven, denn jedes umgeworfene oder verschobene "Hütchen" wird in der Endabrechnung mit Strafsekunden geahndet.
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Gefahren wird mit einem 160-ccm-Viertaktmotor, der das Kart 5,5 PS stark und bis zu 80 km/h schnell macht - der
AMC verfügt über zwei dieser Mini-Boliden. Ständige Pflege und Wartung ist bei einer jährlichen Trainingsleistung von mehr als 1000 km eine Selbstverständlichkeit; eine Arbeit, die nicht nur von den Betreuern zu leisten ist: "Wer fährt schraubt
auch."
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Es
wird im Alter von acht bis 18 Jahren gestartet. Die wichtigste Meisterschaft in unserer Region ist der
Neckar-Filder-Jugendpokal, eine Serie von neun Läufen. In diesem Wettbewerb konnte der AMC MN den bisher größten Erfolg 1997
feiern als Michel Karrer völlig überraschend den Gesamtsieg holte. Beim AMC MN
kann man aber auch schon ab 6 Jahren Motorsport betreiben. Ermöglicht wurde dies durch die Anschaffung eines sogenannten Bambini-Karts, das aus 140 ccm Hubraum
immerhin 5 PS entwickelt, die höchste Geschwindigkeit ist auf 25 km/h begrenzt. Die Allerjüngsten dürfen damit an Meisterschaftsläufen zwar noch nicht teilnehmen, ihrem Ehrgeiz am wöchentlichen Samstagstraining tut dies jedoch keinen Abbruch.
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Der Slalomparcours wird so ausgelegt, daß Geschwindigkeiten von nur etwa 40 km/h erreicht werden, denn auf die Sicherheit der jungen Renn-Asse wird größter Wert gelegt.
Wenn ein Fahrer zu schnell wird oder die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, wird das Kart über eine Funkabschaltung von außen zum Stehen
gebracht.
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